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Erster Brief an Jehovahs Zeugen

Liebe Halbbrüder und Halbschwestern, herzlichen Dank für den Frieden mit unserem Vater Jehovah und viele Jahre intensive Bibelstudien.

Ihr habt großes geleistet: In 140 Jahren hat euch Jehovah aus circa 8 Menschen acht Millionen mit 160000 Synagogen weltweit und Herstellung und Verbreitung von Milliarden von Bibeln, Kommentaren, Werkzeugen, Zeitschriften und Traktaten  in den wichtigsten Zungen werden lassen. Das bedeutet ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 10 Prozent. Ich gönne euch das, bin aber schon ein wenig neidisch auf solchen Erfolg.

Leider habt ihr unsere Mutter Zion vernachlässigt. Charles Taize Russell und seine bierernsten Bibelforscher hatten sie noch. Warum und wie ihr sie verloren habt, solltet ihr vielleicht einmal selbstkritisch nachforschen. Darum könnt ihr auch nur ein anonymes unpolitisches Königreich predigen, das man leicht für ein Luftschloss halten kann, so lange es so wenig konkret bleibt. Ich habe mich sehr bemüht, zu verstehen, wie dieses Reich Gottes aussehen und funktionieren könnte und tatsächlich hat mir Jehovah einen Blick in seine Satzung gewährt. Einen Entwurf habe ich 2016 vorgelegt. Dieser Blick in die himmlische Lade des Bundes hat meinen Glauben sehr gestärkt und mich sehr inspiriert, die Propheten und die heiligen Schriften in neuem Licht zu sehen. Ich interpretiere jetzt auch viele Stellen anders als die große und herrschende Mehrheit. Leider habe ich dadurch auch viele Freunde verloren und werde teilweise extrem angefeindet, aber dieses Los teile ich mit vielen anderen Gläubigen, von Henoch über Moses, Samson, Elijahu, Isa, Paulus, Johannes, Mohammed, Hus, Wycliff, Tyndale, Müntzer bis zu Napoleon, Marx, Lincoln, Russell, Röhm, Scholl, Hitler, Lenin, Trotzki, Eichmann, Guevara, Kennedy, Käsemann und vielen weiteren, die wegen ihres mehr oder weniger unvollkommenen Glaubens verfolgt, insuliert und oder getötet wurden.

Ihr habt euch jetzt eine Körperschaft und Organisation jw.org zur neuen Mutter erwählt. In eurer deutschen Satzung werft ihr den Deutschen vor, euch unter dem Nationalsozialismus verfolgt zu haben. Das ist wahrscheinlich wahr, hat aber in einer religiösen Satzung als rechtskräftige Urkunde des Vertrages oder Bundes zwischen einer Gemeinschaft und allen  ihren Mitgliedern nichts zu suchen. Im persönlichen Gespräch mit seinen Mitmenschen und in journalistischen Veröffentlichungen kann man das gerne beklagen, aber nicht vor weltlichen Richtern und gegenüber Interessenten an irgend einer Mitverantwortung. Das verstößt gegen das christliche Gebot des Verzeihens und der Liebe. Die meisten damaligen Verfolger und das Haupt des deutschen Staates wurden mindestens vorrübergehend entmachtet und sind inzwischen tot und haben damit für ihre Fehler gezahlt.

Wer als das Volk Gottes und damit Alleinerbe des Königreiches und einziger Vertreter aller Gläubigen und Kinder Jehovahs auftritt, muss die 12 Stämme des neuen himmlischen Israels liefern, oder wenigstens ihre Offenbarung, gegenseitige Anerkennung und Wiedervereinigung anstreben, sonst muss an seinem extremen Anspruch, den auch viele Juden und Weltherrscher teilen, irgend etwas faul sein.

Nochmals herzlichen Dank für vergangene Gemeinschaft, Grüße und Frieden mit euch, euer Uwe.

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