Info

Berliner Fernseh Turm

Berliner Fernseh und UKW Turm

englisch:

Bedeutung

Als erkennungs zeichen und weithin sichtbare land marke prägt der turm neben bauten wie dem Brandenburger Tor, der Siegessäule und dem bundestags bau die skyline der Bundes Hauptstadt Berlin.

Auf den ersten Blick

einer der vielen neuen ehrgeizigen babylonischen wolken kratzer projekte, bei der planung intern auch fernmeldeturm 32 genannt.

Auf den zweiten Blick

gleichzeitig auch ein symbol für das kommende kaiser reich Zsion mit der himmlischen regierung Christi und seiner braut Israel.

Übersicht, Steckbrief, Kurz Beschreibung

Szene

Auftrag Geber

DDR?

ZK SED?

Architekten

Hermann Henselmann

Jörg Streitparth

Fritz Dieter

Günter Franke

Werner Ahrendt

Bau

1965 bis 1969

Bauherr

Deutsche Post

Bauleiter

1964 bis 1965 Gerhard Kosel

1965 bis 1969 Gerhard Frost

Baustoffe

Stahlbeton, Stahl, glas, kunststoff

Baukosten

200 Mio. Mark der DDR

Betrieb

seit 1969 als Fernsehturm, Fernmeldeturm, Rundfunksender, Aussichtsturm, Restaurant, öffentlich zugänglich

Betreiber?

Besitzer, Eigentümer?

Deutsche Funkturm

Architektur

Fuß

Spiel Casino

Die in den Jahren 1968–1972 entstandene Fußumbauung mit den drei Pavillons und den expressiv ausgeformten beton Kragfaltendächern unterstützen durch ihre Form und Anordnung ein aeronautisches Motiv: Die Dachkonstruktion mit ihren auf- und abgesenkten Formen kann als Flügelschlag eines Vogels interpretiert werden.

Hals oder schaft

hohler beton kegel stumpf iderkonischer zylinder?

Kragen

geteilter ring für zwei rettungs plattformen?

Kopf

hoch im himmel hängende erdkugel oder weltherrschafts kugel, auch reichs apfel genannt

Krone

zylinder mit langer antenne als spitze

Der weg hinauf in den physischen himmel, englisch sky, geht durch den fuß. Auch in die geistigen himmel, englisch heavens, gelangen nur die jenigen 144000 durch unverdiente güte unserer götter, die für ihre menschen den vollen einsatz geben. Auch für sie gehören also wie im spiel casino können, risiko bereitschaft und glück dazu.

Aufstieg

Innerhalb des Turmschafts verkehren drei Aufzüge, von denen zwei für das öffentliche Publikum vorgesehen sind.

Die zwei besucher aufzüge fahren je zwölf oder 15? Personen in rund 40 Sekunden zum aussichts punkt in 203 Metern Höhe, wo sich auch Berlins höchstgelegene Bar befindet.

Während der Fahrt kann man durch ein Fenster in der Decke der Kabine in den beleuchteten Fahrstuhlschacht oberhalb blicken.

Der dritte aufzug ist für das Betriebs personal der Technikräume vorbehalten.

Fahrt Ziel, Lohn

Von 60 Fenstern aus bietet sich hier ein Panoramablick über ganz Berlin und das Berliner Umland bis zu 60 km weit.

21 Stufen über der Aussichts etage befindet sich das Dreh restaurant auf 207 Metern Höhe, das sich innerhalb einer Stunde einmal rundum dreht.

Sicherheit

Rauch verbot im gesamten bauwerk.

Zwei Evakuierungs plattformen unterhalb des Turmkopfes für insgesamt 400 personen.

Zur verringerung des brand risikos befindet sich die Hauptküche am Fuße des Turms und die Speisen werden mit dem Lift zum Restaurant befördert, wo sie in einer kleinen küche aufbereitet werden.

Rollstuhl fahrer und geh behinderte werden nicht als besucher zugelassen, da sie im notfall den fluchtweg über treppen nicht ohne fremde hilfe benutzen können?

Auch Tiere, Kinderwagen und große Gepäckstücke dürfen aus Sicherheitsgründen nicht mitgeführt werden.

Unterhalb der Turmkugel auf 188 und 191 Meter höhe führen zwei auf 1,60 Meter hinausragende, nach oben offene Rettungsplattformen um den Schaft.

Diese bieten bis zu 400 Personen Platz, was der Höchstzahl an Menschen, 380 Besucher und 20 Angestellte, entspricht, die sich im Korb befinden dürfen.

Von der Turmkugel aus sind die Evakuierungsbühnen mit einer Treppe verbunden.

Im Notfall können die Aufzüge auf gleiche Höhe gebracht werden und es kann von einer zur anderen Kabine umgestiegen werden.

Um die Gefahr herabstürzender Schnee- und Eisteile so gering wie möglich zu halten, wurden im oberen Drittel der Kugel verschiedene Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt.

Je ein Schneefanggitter befindet sich ober- und unterhalb der vierten und fünften Pyramidenreihe.

Zwischen der sechsten und siebenten Reihe auf 220 Meter Höhe bildet eine begehbare Abflussrinne einen von Weitem mit bloßem Auge erkennbaren Einschnitt, in dem Niederschlag abfließen kann.

Einen Schutz vor Eisschlag bilden bestimmte besonders verstärkte Bereiche der Außenhaut.

Um alle Teile der Kugel über eine der jeweiligen Krümmung angepasste Arbeitsbühne erreichen zu können, wurde ein System aus vier speziellen Führungsschienen entwickelt, mit dem die gesamte Kugel umfahren werden kann. Diese Arbeitsbühne wird bei Nichtbenutzung am Turmfuß geparkt.

Für die Reinigung der Fenster existiert eine ständig an der Kugel verbleibende zweigeschossige Wartungsbühne.

Ihre Führungsschienen sind ober- und unterhalb der beiden Fenstergeschosse erkennbar.

Die oberste Technik etage in der kugel beherbergt die Löschgas zentrale für die Brand bekämpfung.

Maße

Höhenlage: 32 m über normal höhe null

fundament: 42 meter bis 32 meter durchmesser auf gelände höhe

Ab einer Höhe von 91 Metern befinden sich rote Flugwarn befeuerungen.

Rettungs­plattformen in den höhen:

188 m

191 m

Aussichts­plattform:

in 204 m höhe mit 24 m durchmesser

Restaurant:

in 208 m höhe mit 40? tischen für 200? gäste, keine rollstuhlfahrer

Turmkugel: mittelpunkt auf 213,78 m höhe mit 32 meter durchmesser und 17.000 m³ umbautem raum

Betriebs­räume in höhen:

216 m

220 m

224 m

230 m kugel oberkante

19 m hoher richt antennen bereich?

Turmschaft:

249? meter hoch mit unten 16 m und oben 9 m durchmesser

bis 327 Metern Höhe 78 m hoher antennen träger

mit einer 41 meter hohen antenne als spitze

Spitze, Gesamthöhe:

368 meter

Baumaterial

Beton: 7.900 m³

Rundstahl: 1.650 tonnen?

Spannstahl: 300 tonnen?

Profilstahl: 1.500 tonnen, davon

  • 175 t für das fußgerüst
  • 390 t für dem aufzugs schacht
  • 600 t für den turm kopf
  • 245 t für den antennen träger
  • 70 t für die antennen halterung

Gesamtmasse: über 31.000 t und 26.000 tonnen ohne fundament?

Baugrund

Die Probe bohrungen förderten eine Mischung aus Kies, Sand, Stein- und Braunkohle schichten zutage, die eine gute Trag fähigkeit aufweisen.

Zudem liegt der Standort trotz der relativen Nähe zur Spree auf einer der Talsandinseln, auf denen das historische Berlin gegründet wurde.

Fundament

Der Berliner Fernseh turm ist wegen des ungleichen Untergrunds zwischen 2,70 und 5,80 Metern gegründet;

das Fundament hat eine Wand stärke von 50 Zentimetern.

Verglichen mit Fundament tiefen anderer Fernseh türme, wie dem in Stuttgart mit 8 Metern oder dem Europa turm in Frankfurt am Main mit 18,5 Metern ist der Berliner flach gegründet.

Der Außen durchmesser des Fundaments beträgt 42 Meter.

Das Bauwerk ist auf einem drei Meter dicken und leicht nach innen vorgespannten Ring fundament mit 41 Metern Außen durchmesser gegründet.

Neben diesem Fundament besteht noch ein zweites quadratisches mit Seiten von 4,70 Metern, das als inneren Teil des Turm schaftes die stählerne innen stütze trägt.

Innen Stütze

Es handelt sich um eine 390 Tonnen schwere, selbst tragende Stütz konstruktion aus Stahl, die bis auf 230 Meter Höhe ragt.

Das Gerüst nimmt drei Fahr kabinen, Versorgungs schächte und Kabel sowie eine Nottreppe mit 986 Stufen auf.

Das Schaft gerüst ist zur Stabilisierung an verschiedenen Stellen mit der Innen seite des Beton schafts verbunden.

Basis

Die sichtbare Basis auf Gelände höhe hat einen Durchmesser von 32 Metern und verläuft ähnlich eines baum stumpfes in Form eines 20 Meter hohen sich hyperbolisch verjüngenden Kegelstumpfs mit Bullaugen.

Schaft

Vom Eingangs pavillon erhebt sich wie ein baum stamm bis zum Turm korb der 248,78 Meter hohe Turm schaft, dessen Durchmesser sich von 16 auf 9 Meter verjüngt.

Seine fünf Abschnitte von je 45 Metern werden durch Zwischen geschosse unterteilt, was außen an den Bullaugen zu erkennen ist.

Oberhalb der Turmkugel setzt sich der Turmschaft bis zu einer Höhe von 250 Metern fort, wo die Aufzug maschinen räume untergebracht sind.

Außen sind radial Stahl plattformen angeordnet, die die Richtfunk antennen tragen.

Das optisch zurückgesetzte Stahl gerippe für die Richt funk antennen bringt das Streben des Turmes nach oben deutlich besser zur Geltung als die sonst übliche Lösung, bei der die Richt funk anlagen am Schaft angebracht sind oder den Turm korb verbauen.

Turmkugel

Vorbild dürfte unter anderen das 1928 von Peter Birkenholz erbaute Kugelhaus in Dresden gewesen sein.

Der Turmkorb wird von einer Kugel mit 32 Metern Durch messer und damit etwas über 17.000 Kubikmetern Volumen und 4800 tonnen masse gebildet, deren mittelpunkt sich auf 213,78 Metern Höhe befindet.

Insgesamt hat die Kugel eine Nutzfläche von 5000 Quadrat metern auf sieben etagen.

Verkleidung

Die Außenhaut verkleidung aus hochwertigem rostfreien Stahl blechen besteht aus trapezförmigen Flächen, die 15 Zentimeter über die Grundfläche hinausragen und silbrig-graue Pyramiden bilden.

Die über 1000 Pyramiden lassen die 3500 Quadratmeter Außenhaut der Turmkugel wie einen Diamanten wirken und erinnern an eine disco oder spiegel kugel mit zahlreichen verspiegelten facetten, wie sie ab den 1920 er jahren in vielen tanzpalästen und diskotheke installiert und betrieben werden.

Neben ihrer schönheit soll die gestaltung der Luft verwirbelungen verhindern, in dem die vergrößerte Rauheit der Ober fläche die Angriffsfläche für Winde verringert.

Bis auf die Besucher ebenen ist der Baukörper fensterlos. Lediglich kleine Bullaugen lassen in den übrigen etagen Licht ins Innere.

Aufhängung

Während die meisten körbe von Fernseh türmen unmittelbar auf Betonkonsolen ruhen, ist die Kugel mittels eines komplizierten Stahlfachwerks am Betonschaft befestigt.

Wikipedianer schreiben:

Das innenliegende Stahlskelett ist an 20 Stahlbändern von einem Zugring abgehängt und liegt in 229 Metern Höhe auf einer Betonkonsole.

Die Stärke der 20 Stahlbänder variiert zwischen 8 und 26 Zentimetern und bildet einen mehrfach geknickten Polygonzug.

Die in den Publikumsetagen mit „I“ bis „XX“ nummerierten Bänder sind neben jedem dritten Fenster sichtbar.

In jeder Etage ist jedes der 20 Bänder mit der Außenkante eines radialen Trägers verschweißt, dessen Innenseite am Betonschaft aufliegt.

Zwischen den Radialträgern liegen kleinere, tangential verlaufende Träger, die ein fachwerkähnliches Gerüst bilden.

Der Vorteil dieser Hängekonstruktion ist, dass stützenfreie Räume entstehen, die beliebig abgeteilt werden können.

Versteht irgend jemand diese geheimnisvolle aufhängung?

Etagen

1

In der untersten Etage befindet sich auf 200 Metern die Klimaanlage, die die Sendetechnik und das Restaurant kühlt.

2

Darüber befindet sich auf 203,78 Metern die Aussichts plattform mit einem Durch messer von 24 Metern, die für insgesamt 120 Personen zugelassen ist.

Auf dieser Ebene verläuft vor den nach außen geneigten Fenstern eine Brüstung, auf der in Schautafeln das Stadtbild erklärt wird.

3

Auf der dritten Ebene mit einem Durchmesser von 29 Metern befindet sich auf 207,53 Metern das Restaurant mit auf 40 Tische verteilten Sitzplätzen für 200 Gäste.

Dessen äußerer Teil ist ein auf 120 Rollen gelagerter Ring von 4,50 Metern Breite, der sich um einen fest stehenden inneren flur teil dreht und die grundlage für das sich drehende restaurant bildet.

Inzwischen lässt sich die Umdrehungsgeschwindigkeit auf eine halbe oder ganze Stunde einstellen.

Das innere wurde durch eine vom Künstler Richard O. Wilhelm gestaltete, farbig durch scheinende Glaswand vom Treppen haus getrennt.

Die hell gepunktete Wand stilisiert die Milchstraße.

Die beiden Besucherebenen sind mit außen bronzefarbenen Fensterbändern hervorgehoben.

4, 5 und 6

In drei weiteren Geschossen über dem für Besucher zugänglichen Bereich auf 216, 220 und 224 Metern befinden sich Sendeanlagen für die Fernseh- und Rundfunktechnik und die Betriebsräume der Messtechniker

7?

sowie die Löschgaszentrale für die Brandbekämpfung und eine meteorologische Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes, deren Messinstrumente sich in der Antennenspitze befinden.

Sende Technik

Abgesehen von einem HF-Leistungsmesser werden die Sendeanlagen im Turmkorb ausschließlich luftgekühlt.

Antennen träger

Der Antennenträger ist 118 Meter lang, 245 Tonnen schwer und überwiegend aus Stahl gefertigt und hat an der Basis einen Durchmesser von vier Metern und verjüngt sich bis zur Spitze auf unter zwei Meter.

Seine Spitze besteht aus Kunststoff-Zylindern, worin ein Tilgerpendel mit 1,5 Tonnen Masse für den Schwankungs ausgleich hängt.

Antennen

150 verschiedene Antennen für die Fernseh- und Radioübertragung sind auf dem Träger montiert, von unten nach oben angeordnet für digitales Fernsehen (DVB-T2 HD), UKW-Radiosender und digitalen Rundfunk (DAB).

Das Sendegebiet umfasst rund 20.000 Quadrat kilometer in Berlin und seinem Umland.

Spitze

1997 wurde der antennen träger ab 327 Metern Höhe mit einer 41 meter hohen leistungs fähigeren antenne als spitze versehen, drei meter höher als bisher.

Beleuchtung

Bei Nacht

Seit Januar 2018 mit einer Unterbrechung im Monat März wird die Spitze des Berliner Fernsehturms und die unterseite der Kugel aufwärts nachts mit Scheinwerfern weiß angestrahlt.

Festtags

Zusätzliche Festbeleuchtung mit weißen stehenden lichtern nur an wenigen feiertagen jeweils ab beginn der abend dämmerung:

  • sechs umlaufende Lampen reihen im zylinder förmigen Antennen gerüst oberhalb der Turmkugel
  • mehreren perlen ketten artige Lampen reihen in der Turmkugel, von denen sich die leuchtstärkste in deten oberen Drittel befindet
  • zwei umlaufende Lampen reihen an den beiden ringförmigen Evakuierungs bühnen unterhalb der Turmkugel.

Besondere Anlässe

Zu besonderen verschiedensten Anlässen, wie dem Festival of Lights oder Turmjubiläen gibt es meist farbige, bewegten, sich verändernden Effekt beleuchtungen oft mit Hilfe von außerhalb strahlenden Lasern.

Signalfeuer

Bis zum Wendeherbst 1989 entsprach die Befeuerung zur Flugsicherheit in unterschiedlichen Witterungs lagen weitest gehend der heutigen anlage mit roten Blinklichtern.

Ab Oktober 1989 wurden an stelle der rot/weißen Blinklichter hierbei (auch nachts) weißleuchtende Xenon-Blitzgeräte mit einem Blitzintervall von 1,5 Sekunden verwendet.

Ab einer Höhe von 91 Metern befinden sich rote Flugwarn befeuerungen.

Seit 2009 sind entlang des Schaftes dauerhaft rot leuchtende Hindernisfeuer auf 91, 136, 181 Metern, sowie am Antennenträger auf 267, 303 und 329 Metern angebracht.

Oberhalb der Turmkugel auf 230 Metern sowie an der Spitze des Antennenträgers befinden sich zusätzliche, blinkende Gefahrenfeuer, die einen Drei-Sekunden-Zyklus aufweisen. Die Blinklichter werden automatisch bei Tageslicht auf weiße und bei Dunkelheit auf rote Lichtfarbe umgeschaltet.

Chronicle

Szene

In den 1950 er jahren gab es auf der Fläche der DDR drei sich berührende Ringe von Richtfunkverbindungen: den Nord-, den Mittel- und den Südring; ein Ostring war für später geplant.

Idee und Pläne

scheitern des F4 genannten wesentlich kleineten turm projektes in den Müggelbergen

An den Berührungspunkten von Nord- mit Mittel- und Mittel- mit Südring waren die zentralen Fernsehtürme Berlin und Leipzig vorgesehen.

1957 war in der DDR mit dem Fernsehturm Dequede der erste Fernsehturm aus Stahlbeton nach dem Vorbild des Stuttgarter Fernsehturms im Bau

Ende 1957 plant das Postministerium, den Turm in der Innenstadt zu errichten.

Alle anderen Areale waren entweder wegen der Gefährdung des Flugbetriebs ungeeignet oder schwer in das Richtfunknetz einzubinden.

Den Plan der ersten Variante eines zentral im Stadtgebiet gelegenen Fernsehturms legten die Architekten Gerhard Frost und Waldemar Alder in den Jahren 1957/1958 vor.

Sie favorisierten die hügelige Parkanlage des Volksparks Friedrichshain.

In der Folge wurden vier weitere Standorte in der Nähe des Parks diskutiert.

24. Juli 1960, ein positives Gutachten zum ausgewählten Standort kommt zur Beschlussfassung.

Laut Plan sollte der Fernsehturm in Friedrichshain 1964 einsatzbereit sein.

Die 1960 geschätzten Kosten lagen bei rund 20 Millionen Mark

bereits am 5. Mai 1961 wurde diese Schätzung vom Ministerium auf 29,322 Millionen Mark und

Ende 1961 gab eine Kommission zur „Überwindung der technischen Rückstände auf dem Gebiet des Rundfunks und Fernsehens“ bekannt, dass zum damaligen Zeitpunkt statt der geplanten 26 nur 16 UKW-Sender zur Verfügung standen und diese nur etwa 80 Prozent der Bevölkerung mit Fernseh programmen versorgen konnten.

Januar 1962, die geschätzten kosten werden jetzt auf 30,7 Millionen Mark korrigiert.

Frühjahr 1962, wegen einer schweren wirtschafts krise bricht die regierung ihren ersten und einzigen sieben jahres plan ab

26. Mai 1962, der Ost-Berliner Magistrat beschließt das Ende des Projektes.

Der Abbruch war ein Rückschlag für das Postministerium und drohte alle anderen Türme im Rundfunknetz zu Investitions ruinen werden zu lassen.

Trotz des beschlossenen Planungs endes und der fehlenden Mittel erfolgten Fundamentbohrungen zur Erkundung des Baugrunds, und Bauunternehmen erhielten erste Aufträge.

Die Mieter, die auf dem geplanten Errichtungsstandort wohnten, hatten ihre Wohnungen verlassen müssen; die Häuser wurden zum größten Teil abgerissen. Der Baubeginn war kaum noch aufzuhalten.

Zu den besonders schlecht mit DDR Fernsehen versorgten Gebieten zählte neben den Landstrichen an der inner deutschen Grenze der Bereich nordwestlich von Berlin.

Das Postministerium führte Verhandlungen, um den Turmbau wenigstens für das Jahr 1963 im Plan zu verankern.

Trotz finanzieller Zusage von 300.000 Mark für die Bauvorbereitung wurde das Projekt ein weiteres Mal storniert und der Standort Friedrichshain endgültig aufgegeben.

Alle Verträge wurden gekündigt.

Neue Standortsuche

Nach dem endgültigen Baustopp im Volkspark Friedrichshain erwartete die Regierung vom Ministerium weitere Vorschläge zur Verbesserung der Rundfunkversorgung in der Hauptstadt.

Um die Kosten gering zu halten, folgten mehrere abgespeckte Vorschläge.

Die Variante, auf einen zentralen Turm zu verzichten und vier kleinere Funkstandorte zu errichten, hätte aber die funk versorgung erhebliche verschlechtert

Da die Regierung ein besonderes Interesse an der Rundfunk versorgung hatte, stieg der politische Druck zur Umsetzung, sodass der Turmbau in den Volkswirtschaftsplan 1964 erneut aufgenommen wurde.

Allerdings erwogen die Planer, den Publikumsbereich aus Kostengründen zu streichen; die Standortwahl war wieder ungewiss.

Das Rundfunk- und Fernsehtechnische Zentralamt (RFZ) der Deutschen Post untersuchte mehrere Standorte und kam nach verschiedenen Analysen zum Schluss, dass der Standort Friedrichshain die perfekte Lösung sei.

Daher versuchte das Ministerium im Januar 1964 in einem neuen Anlauf, das Baugrundstück am Friedrichshain durchzusetzen.

13. Februar 1964 der Ministerrat beschließt die bauliche und technische realisierung.

In der ersten Jahreshälfte 1964 nahmen die Planungen, die seit über zehn Jahren ergebnislos waren, wieder Fahrt auf.

Neben dem sachlichen Zweck der optimalen Rundfunk versorgung rückte die Rolle des Turms als neues status symbol immer mehr in den Vordergrund.

In einem Brief der Staatlichen Plankommission vom 23. Mai 1964 heißt es dazu:

Seine Höhe von 360 m […] wird das dem internationalen Stand entsprechende Bauwerk gleichzeitig zu einem eindrucksvollen architektonischen Anziehungspunkt machen, der aus diesem Grund einen zentralen Standort einfordert. Unter Berücksichtigung dieser repräsentativen Wirkung für den Aufbau der Hauptstadt und Entwicklung der DDR ist dem Gelände östlich des Marx-Engels-Platzes gegenüber dem bisher vorgesehenen am Friedrichshain der unbedingte Vorzug zu geben.

Der Fernsehturm erschien vielen Parteifunktionären als an gemessener Ersatz für das nicht realisierte Zentrale Hochhaus, das bei der sozialistischen Umgestaltung des Ost-Berliner Zentrums anstelle des ab gerissenen Berliner Schlosses gebaut werden sollte.

Im Zusammenhang mit diesem Architekturwettbewerb Ende der 1950er Jahre hatte Hermann Henselmann den Vorschlag unterbreitet, einen 300 Meter hohen Turm der Signale zu errichten, mit einem 230 m hohen schaft aus drei konkav gekrümmten und mit weiß-goldenem Mosaik belegten Schalen, darauf eine Restaurant- und Aussichts kugel aus leuchtendem Rubinglas mit mehreren Etagen und von einer schlanken Spitze abgeschlossen

14. Juli 1964, Auf der sitzung des polit büros zieht der Erste Sekretär des Zentralkomitees der SED Walter Ulbricht den zentral in Berlin geplanten Fernsehturm dem hohen und unrentablen Regierungsgebäude vor.

Gleichzeitig beauftragte die SED-Führung mit der Gesamtleitung des Bauprojektes Gerhard Kosel, den damaligen Präsidenten der Deutschen Bauakademie.

Entscheidung

? Am 24. August 1964 lud Ulbricht Kosel den Chefarchitekten Joachim Näther zu einem Gespräch ein und empfahl, den Fernsehturm westlich des Bahnhofs Alexanderplatz zu errichten.

Die Legitimierung für Ulbrichts Entscheidung lieferte später der Schweizer Architekt und Stadtplaner Hans Schmidt, der den Auftrag erhalten hatte, die Sichtbeziehungen von den verschiedenen Standorten zu untersuchen.

22. September 1964, der Turm erhält seinen endgültigen Standort. In dieser Sitzung sagt Ulbricht am Stadtmodell der Deutschen Bauakademie den in diesem Zusammenhang oft zitierten Satz „Nu, Genossen, da sieht man’s ganz genau: Da gehört er hin“

Ausschlaggebend für die Standortentscheidung war nach Meinung der beteiligten Planer vor allem der feste Untergrund.

Die politische Standortentscheidung erhielt eine ästhetische Begründung, indem die Blickbeziehung zwischen einem Passanten auf dem Marx-Engels-Platz und dem 700 Meter entfernten Turm hergestellt wurde.

Von dieser Stelle aus sei der Turm in seiner gesamten Höhe zu sehen, ohne dass der Betrachter dafür hochschauen müsse, da es dem normalen Sehwinkel von etwa 27 Grad entspreche.

zusätzlich sollte der turm als zentrales Gebäude axial an geordnet und zum blickpunkt von verschiedenen alleen und größeren straßen aus werden, obwohl

  • die bereits erwogene hochhaus bebauung auf der Spreeinsel,
  • viele der Straßen einen geknickten Verlauf haben

Wie sich nach der Fertigstellung herausstellte,

  • ist der Turm aufgrund seiner Höhe von vielen Straßen in unmittelbarer Zentrumsnähe aus zu sehen,
  • wogegen er in weiterer Entfernung durch Hochhäuser teilweise oder ganz verdeckt wird.

Projektierung und Formfindung

Einwände

Die Bedenken bezüglich der Sicherheit des Flugverkehrs, die für den Standort Müggelberge zum Abbruch des Projektes F4 geführt hatten,

Den von den westlichen Alliierten bei der sowjetischen Botschaft vorgebrachten Einspruch wegen der sicherheit des West-Berliner Luftraums wiesen die deutschen planer zurück:

  • Erstens beeinträchtige der Bau des Fernsehturms nicht die Sicherheit des Flugverkehrs der DDR
  • zweitens sollten derartige Fragen, die das Hoheitsgebiet der DDR beträfen, direkt an die DDR gerichtet werden und nicht an den sowjetischen Botschafter.

Zu den prominentesten Kritikern innerhalb der DDR gegen den standort zählte der Chefarchitekt Joachim Näther, der einen öffentlichen Wettbewerb bevor zugte, um die schöpferischen Kräfte aller Architekten zu mobilisieren.

Entwurf

Der damalige Entwurf sah zwei zylindrische Turmkörbe und eine Höhe von 375 Metern vor, um die nötige Reichweite zu bieten.

Kosels Vorschlag eines zweigeteilten Turmkorbs erinnerte allerdings zu deutlich an den Wiener Donauturm.

Aus diesem Grund waren Gestaltungsrichtlinien anfänglich noch recht vage formuliert:

„Der Turm darf nicht wie ein Schornstein wirken. Der Turmkopf soll in der Gestaltung den Charakter einer Krone erhalten: elegante Turmkopfverkleidung“

– Protokoll der 1. Sitzung des Technischen Rates Fernsehturm vom 16. Oktober 1964

Von einer Kugelform, wie sie Henselmann in den 1950er Jahren vorgeschlagen hatte, war noch keine Rede.

Die erste völlig neuartig vorgesehene Gestaltung des Turmkopfes enthält eine undatierte Zeichnung, die gegen Ende 1964 vom VEB Industrieprojektierung (Ipro) Berlin stammt.

Die Schnittzeichnung zeigt eine leicht ellipsoide Form mit tragenden Stützkonstruktionen für die Geschosse und kommt dem tatsächlich ausgeführten Kugelkopf schon sehr nahe.

Diese Darstellung trägt die Unterschrift des Ipro-Architekten Günter Franke.

Die ursprüngliche Idee von Kosel, die Turmkugel zu vergolden, kam aus Kostengründen nicht in Frage.

Die Öffentlichkeit erfuhr am 13. Februar 1965 aus dem Zentralorgan Neues Deutschland unter der Überschrift Fernsehturm Hauptstadt Berlin mit drei Modellaufnahmen zum ersten Mal von dem Projekt.

9. Februar 1965, das Zentralkomitee der SED brschließt die neue gestalt des Berliner Fernsehturms

Standort Genehmigung

Einen Tag später erteilte der Magistrat die Standortgenehmigung.

Stand Ort Erschließung

Am 20. März begannen die nach Ulbrichts Weisung „rigoros durchzuführenden“ Abrissarbeiten von insgesamt 29.400 Quadratmetern Wohn-, Büro-, Verkaufs- und Lagerfläche.

Um die Räumung des Geländes und der teilweise noch völlig intakten Gebäude schneller durchführen zu können, wurden neben Abrissbirnen auch Sprengungen eingesetzt.

Die Kosten für die Grundstückskäufe und Entschädigungen beliefen sich im April 1965 auf mindestens 6,2 Millionen Mark.

Werden die Kosten für Abriss und Verlagerung hinzu gerechnet, schlug die Aktion mit 38,8 Millionen Mark zu Buche, was bereits die veranschlagten Gesamtkosten von 33 Millionen überstieg.

Stagnation

Diese kosten explosion in den ersten Monaten führte dazu, dass die Plankommission und Bauaufsicht keine weiteren Sondergenehmigungen erteilen wollten, was zu einem Stillstand der Arbeiten vom 31. Mai bis zum 4. Juni 1965 führte.

Erst nach Kosels Intervention konnten die Arbeiten fortgesetzt werden; eine Genehmigung lag dennoch nicht vor.

Die an der Finanzierung beteiligte Deutsche Investitionsbank der DDR sah die wirtschaftlichen Ziele für „völlig gesetzeswidrig“ an und belegte die Kredite mit einem Strafzins.

Dies brachte das Bauprojekt fast zu einem weiteren Stillstand.

Eingriff

Erst ein dirigistischer Eingriff sorgte für die Fortsetzung der Arbeiten am Projekt.

Baubeginn

Wegen der Vertuschung der wahren Kosten für den Bau des Berliner Fernsehturms gab es weder eine offizielle Grundsteinlegung noch einen „Ersten Spatenstich“.

Bei den im Dreischichtbetrieb ausgeführten Bauarbeiten waren in der Tagschicht 60 und in der Nacht 30 Arbeiter beschäftigt.

Am Projekt war die Zuarbeit von rund 300 Unternehmen nötig.

Für einen möglichst zügigen Ablauf wurde ein beträchtlicher Aufwand betrieben:

  • Den Arbeitern standen beheizbare Kunststoffzelte zur Verfügung.
  • Für die Verständigung zwischen den Baubeteiligten gab es eine Fernsprechanlage im Schaft
  • zudem wurden Handsprechfunkgeräte der Nationalen Volksarmee verwendet.
  • Die Bauleitung war in ständiger Verbindung mit dem Wetterdienst in Potsdam, um vor möglichen Unwettern gewarnt zu werden.

Fertig Stellung

Anfang 1969 sickert Wasser in das Innere der Turmkugel und verursacht erheblichen schaden, die Kugel muss neu abgedichtet werden.

Gegenüber dem ursprünglichen Plan gab es inzwischen einen zehnmonatigen Rückstand; denn die Arbeiten sollten zum 20. Jahrestag der DDR am 7. Oktober 1969 beendet werden.

Bis zum 3. Oktober 1969 erfolgte der Innenausbau, und der Eingangspavillon konnte fertiggestellt werden.

Nach 53 Monaten reiner Bauzeit war der Turm trotz aller Widrigkeiten in „rekordverdächtiger“ Zeit vollendet.

Die Kosten beliefen sich auf über 132 Millionen Mark,

wobei die beiden erst Anfang der 1970er Jahre fertiggestellten Pavillons nicht eingerechnet waren.

Damit war der Turm mindestens viermal so teuer wie ursprünglich geplant.

Eine genaue Schlussrechnung wurde nie aufgestellt, und die verantwortlichen suchten die Kosten auf verschiedene Fonds zu verteilen, um die Bilanz zu verbessern

Der offiziell Fernseh- und UKW-Turm Berlin bezeichnete bau war im Oktober 1969 hinter dem Moskauer der zweithöchste Fernsehturm der Welt.

Gleichzeitig war es nach dem Turm in Moskau und dem Empire State Building in New York das dritthöchste freistehende Bauwerk seiner Zeit.

Betrieb Nahme

Am 3. Oktober 1969 weihte

Walter Ulbricht

zusammen mit seiner Frau Lotte und rang hohen begleitern, unter ihnen

  • Günter Mittag
  • Herbert Warnke
  • Paul Verner
  • Rudolph Schulze
  • Erich Honecker
  • Werner Lamberz
  • und Erich Mielke

den Fernsehturm ein und gab das Startsignal für das zweite staatliche Programm der DDR, DFF 2.

Damit beginnt in der DDR das Farbfernsehen auf zwei Kanälen im französischen SECAM system.

Für die Öffentlichkeit ist der Turm seit dem 7. Oktober 1969, dem Tag der Republik, zugänglich.

Um den Berichten zur Turmeröffnung in Berlin den Vorrang zu lassen, wurde die offizielle Eröffnung des bereits im Sommer 1969 fertiggestellten Fernsehturms in Dresden zurückgestellt.

Die sozialistische Tageszeitung Neues Deutschland beschrieb die Bauleistung mit „Der Turm – ein Meisterstück für die Republik“ und „Der Turm – Symbol unserer Leistung“.

Die Presse in West-Berlin ignorierte das Ereignis weitestgehend.

Übernahme und Umbau

1995–1999 Umbau des Turms

1996, neue aufzüge

1997 wird der antennen träger ab 327 Metern Höhe mit einer 41 meter hohen leistungs fähigeren antenne als spitze versehen, drei meter höher als bisher.

Digital Radio DAB

2003, DVB-T

Ab 10. Februar 2014 wurden die Aufzüge für rund zwei Monate bei laufendem Betrieb erneuert.

2017, DVB-T2 HD

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